Das Leben – “eine Leinwand, ein überdimensionales verfälschtes Gemälde”
12. April 2010 von Bibliophilin
“Die Leinwand” von Benjamin Stein
C.H.Beck Verlag
ISBN: 978-3-406-59841-8
Benjamin Stein ist ein Meister der literarischen Verstrickungen und sein Buch “Die Leinwand” ein Fabulierspiel. Das besondere an diesem Buch ist sein Aufbau – man kann das Buch von beiden Seiten beginnen. Es ist dem Leser überlassen, ob er die beiden Teile über Jan Wechsler und Amnon Zichroni nach einander oder abwechselnd liest. Mit der Zeit versteht man dann, wie die zwei Handlungsstränge miteinander verbunden sind.
Beide Protagonisten suchen nach der eigenen Identität, kämpfen nicht nur mit den eigenen Erinnerungen und versuchen ihr Leben entsprechend ihrer religiösen Überzeugung zu gestalten. Beide sind Juden und beschreiben, wie wichtig die Religion in ihrem Leben ist und war, wie sich ihr Leben gestaltet, weil sie Juden sind. Zugegeben, es ist kein leichtes Buch. Denn selbst wenn “Die Leinwand” witzig und unterhaltsam geschrieben ist, so sind die Themen ernst und berühren.
Ich muss gestehen, dass es mir schwer fällt, den Inhalt dieses Buches zusammen zu fassen. Es wurde auch schon so viel darüber geschrieben, das ich das hier nicht wiederholen möchte. Stein selbst schreibt einen literarischen Blog auf dem man viele Informationen zu “Die Leinwand” finden kann. Was ich aber sagen kann, ist, dass ich das Buch wahnsinnig gerne gelesen habe und für eine literarische Perle halte. Ich würde mich sehr freuen, wenn Benjamin Stein weiter Bücher schreibt, die so anders, so kreativ sind.
Herr Stein, danke für die Zeit mit “Die Leinwand”.





Bitteschön. Man muss ja eigentlich für die Zeit danken, die Sie mit dem Buch verbracht haben …
[...] Hier eine Besprechung des Romans von der Bibliophilin. [...]
[...] und dessen Beitrag über »Die Leinwand«. Erwähnt seien auch die Beiträge von »Bibliophilin« und [...]