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Heute habe ich bei Wildgans eine wunderbare Seite entdeckt.

Es hat was mit Schmuck zu tun! (ach, Frauen…)

Es hat was mit Büchern zu tun! (ach, …)

Es ist sehr kreativ!

Es kostet wahrscheinlich sehr viel, deswegen ist es gut, dass es in London ist!

Aber überzeugt Euch selbst!

Copyright © 2010 Littlefly

“Jack Taylor fährt zur Hölle” von Ken Bruen
Atrium Verlag
ISBN: 978-3-85535-046-9

Ohne Literatur wäre man ein Niemand. Das beweist Jack Taylor nun bereits zum dritten Mal. Obwohl er glaubt, ein Niemand zu sein, ein Loser, behauptet er oft, dass Literatur ihm hilft, zu überleben. Und sie muss wirklich einiges leisten, denn Jack hält nicht viel von seinem Dasein. Er trinkt, er kokst, er raucht. Er hat mit den falschen Leuten zu tun, er hilft sogar den Falschen. Schon wieder stirbt jemand, der ihm wichtig war. Es werden viele Bücher zerstört und Hoffnung ist allerseits unbekannt. Auch Jack ist jetzt soweit, dass er nicht mehr leben will und ernsthaft überlegt, einen Abgang zu machen, sich umzubringen.

Diesmal wird Jack damit beauftragt eine Frau zu finden, die im berüchtigten Magdalenenstift gearbeitet und Mädchen zur Flucht verholfen haben soll. Denn im Magdalenenstift wurden Mädchen von einer Nonne namens Luzifer misshandelt und sogar umgebracht. Unter diesen Umständen begibt sich Jack auf die Suche, sieht Gespenster, wird wegen Ruhestörung, tätlichem Angriff und Sachbeschädigung verhaftet. Er bekommt Alpträume und seine Mutter einen Schlaganfall. Deswegen trinkt, raucht, kokst er einfach weiter. Bis er feststellen muss, dass nicht alles so ist wie es scheint, und die Menschen nicht die sind, für die er sie hält.

“Ich spürte ein Verlangen nach einer simpleren Ära. Nicht, dass ich sie jemals simpel gelassen hätte. Egal, wie mäßig bewegt die Ära gewesen wäre, ich hätte es geschafft, sie zu komplizieren. Die Alkoholiker haben sich das Konzept patentieren lassen, aus jeder Siegeschance doch noch eine Niederlage zu machen.”

Ken Bruen schreibt so lakonisch und ironisch, wie ich es mag. Und ich hoffe immer noch, dass er seinen Jack nicht so schnell umbringt, damit er irgendwann vielleicht doch noch glücklich werden kann.

“Jack Taylor fliegt raus” von Ken Bruen
“Jack Taylor liegt falsch” von Ken Bruen

* Rupert Thomson, Kwench!

Der September, und somit der Bloggeburtstag, nähert sich sehr schnell, deswegen habe ich einige Bücher für Euch zusammengestellt, die ich gerne tauschen möchte. Ich bin gespannt, was Ihr mir dafür anbietet. Je kreativer desto besser!

Vorzugsweise würde ich mich über zwei Bücher freuen, möglichst ohne große Lesespuren:
* Hundsköpfe von Morten Ramsland
* ein Buch von Juli Zeh, entweder “Schilf” oder “Adler und Engel” oder “Spieltrieb”

Ansonsten freue ich mich natürlich über alles, was mit Buch zu tun hat: Lesezeichen, Buchhülle, Buchtasche, Buchpostkarte, Buchposter, Buch, Zeichnung, Bild, Hörbuch oder auch eine Grußkarte aus Eurem Urlaub (danke für den Tipp, Anette). Aber alles ist möglich – außer Geld!

Schreibt mir einen Kommentar oder eine E-Mail: dorota(ät)bibliophilin.de, welches Buch Ihr gerne hättet und was Ihr dafür tauschen möchtet. Es gibt kein Zeitlimit. Wenn die Bücher weg sind, sind sie weg.
Ich freue mich auf Eure Vorschläge und Ideen. Viel Spaß beim Stöbern!

Und hier die Bücher:

Julio Cortazar, “Rayuela”, Suhrkamp
Jonathan Coe, “Das Haus des Schlafes”, Piper
Stefan Kretzschmar, “Anders als erwartet”, Knaur
Bentley Little, “Böse” Bastei Lübbe
Wiebke Eden, “Die Zeit der roten Früchte”, Knaur
Iain McDowal, “Reich und tot”, dtv
Robert Griesbeck, “Gesund sein kann ja jeder”, Knaur
Edgar Hilsenrath, “Fuck Amerika”, dtv
Concetta Bertoldi, “Sehen Tote wirklich alles?”, Knaur
Helmut Kohl, “Vom Mauerfall zur Wiedervereinigung”, Knaur
Mariatu Kamara, “Das Mädchen ohne Hände”, Pattloch

Es gibt außerdem diese Bücher, die allerdings den Vermerk haben, dass sie Leseexemplare sind:

Katarina Mazetti, “Mein Leben als Pinguin”, Ullstein
Hanna Lemke, “Gesichertes”, Kunstmann
Anne Hansen, “Fräulein Jensen und die Liebe”, Eichborn
Anthony E. Zuiker “Level 26″, Lübbe

And last but not least:

The Hunger Games “Catching Fire” von Suzanne Collins (Band Zwei der “Tribute von Panem” Trilogie auf Englisch)

All diese Bücher sind ungelesen, bis auf “Böse”, das ich bereits rezensiert habe.

Ich lese Krimis nicht mehr so gerne wie früher. Ab und zu eine “Schlachtplatte” zu lesen kann spannend sein; viel mehr verkrafte ich allerdings nicht. Meine Freundin Martina ist ganz anders besaitet. Sie liest vor allem Psychothriller und kann danach sogar gut schlafen.

Ein Jahr lang haben wir beide versucht, hier einen Online-LeseClub zu betreiben, allerdings erfolglos, da leider niemand ausser uns mitgemacht hat. Jetzt haben wir entschieden, den LeseClub aufzugeben. Damit aber Martinas Lesetipps nicht verloren gehen, möchte ich ihr hier eine Stimme erteilen. Unter der Kategorie “Martinas Krimikiste” wird sie ab und zu für Euch Krimis rezensieren.

Ich wünsche Euch viel Spaß und freue mich immer über spannende Leseempfehlungen! Und ein Dank an Martina!

Aber genug davon. “Martinas Krimikiste” präsentiert:

“Der Augensammler” von Sebastian Fitzek!

Die Hauptfigur in dem in Berlin spielenden Roman heisst Alexander Zorbach, ehemaliger Polizist und jetziger Journalist. Er, als Vater eines Sohnes, ist am aktuellen Fall der Polizei sehr interessiert. Der unbekannte Täter tötet die Mütter, kidnappt die Kinder und lässt den Vätern 45 Stunden Zeit, ihre Kinden zu finden. Durch seine Recherchen lernt Alex Alina kennen, eine blinde Physiotherapeutin, die behauptet, den “Augensammler” behandelt zu haben. Die Beiden ermitteln ab dann gemeinsam und sind auch sehr erfolgreich dabei, sogar erfolgreicher als die Polizei, wodurch Alex selbst unter die Verdächtigen fällt.

Der neue Roman von Fitzek hat mich vollkommen überzeugt. Nach seinen letzten drei etwas schwachen Thrillern (Splitter, Seelenbrecher und das Kind) hat er mit “Der Augensammler” schon fast wieder sein Anfangsniveau (mit dem Buch “Die Therapie”) erreicht. Die verschiedenen Erzähler Alex, Stoya (Leiter der Mordkommission), Tobias (einer der Opfer) und Frank (Mitarbeiter von Alex) und die kurzen Kapitel erzeugen viele Cliffhanger, die einen zum Weiterlesen fast zwingen. Man merkt, dass sich Fitzek seht gut über das Thema Blindheit informiert hat. Alina kann, hört und merkt Dinge, hat aber ebenso Hindernisse, auf die man als Sehender nie gekommen wäre. Der Roman ist ausserdem verkehrt herum erzählt, man fängt also bei Seite 442 an und liest sozusagen rückwärts.

Ein rundum gelungener Psychothriller…unbedingt lesen, wenn man gerne etwas bösartiger und unheimlicher hat.

Liebe Karin,
vielen Dank für Dein tolles Angebot, mir die Lesepostkarten zu schicken! Ich möchte gerne Dein Angebot annehmen und Dir das Buch “Vom Atmen unter Wasser” zukommen lassen. Morgen wird sich das Buch auf die Reise zu Dir begeben und ich hoffe, Du wirst “Vom Atmen unter Wasser” genauso mögen wie Ailis und ich.

Liebe Anette, ich danke Dir für Dein Angebot, mir eine Urlaubskarte zu schicken. Auch Dir, liebe Andrea, danke ich vom Herzen. Deine Idee, Konrad, fand ich witzig. Diesmal habe ich mich entschieden, Karin das Buch zu schicken. Wenn Ihr Lust habt, könnt Ihr gerne bei meinem neuen Tausch mitmachen. Es würde mich freuen.

Frau Dickreiter, die Autorin von “Vom Atmen unter Wasser”, würde mir gerne ein paar Fragen beantworten. Wenn auch Ihr etwas wissen möchtet, könnt Ihr mir gerne bis Montag Abend (30. August) hier einen Kommentar hinterlassen oder eine E-Mail schreiben.

Einen schönen Sonntag!

Gewinne ein Buch!

Noch bis Sonntag Mittag könnt Ihr Eure Kreativität unter Beweis stellen, wenn Ihr ein Buch gewinnen wollt.

Was würdet Ihr machen, um ein Buch zu gewinnen? Was würdet Ihr gegen das Buch tauschen? Eine Postkarte? Ein Lesezeichen? Ein Buch? “Vom Atmen unter Wasser” ist besonders, also strengt Euch an!

Genaue Informationen findet Ihr hier.

Viel Glück!

Constanze hat hier ein Buch gewonnen und sich bereit erklärt, eine Gastrezension zu schreiben.
Nun ist sie fertig mit Lesen und Schreiben, und hier darf ich Euch ihre Rezension vorstellen:

„Am Ende eines Sommers“ lässt zwei Erzähler zu Wort kommen, die dem Leser einen sehr intimen Einblick in die Zeit ihres Aufwachsens gewähren. Zum einen ist da Mary, die den Leser in großen Sprüngen von ihrer behüteten Kindheit mit ihrer geliebten Schwester Rachel bis in die Gegenwart führt, von ihrer ersten  Begegnung mit dem verwegenen Billy erzählt, ihren Schwangerschaften, von der Krise, die sich in ihrer Ehe schleicht und immer wieder von ihrer permanenten Traurigkeit.

Der zweite Erzähler ist Jake, Marys Sohn. Er begleitet den Erzähler durch einen kürzeren Zeitraum seiner Teenagerjahre, die bestimmt werden von Marys depressiven Stimmungsschwankungen. Jake erscheint zuerst mal als ganz normaler Junge, der ein bisschen in seine Lehrerin verliebt ist, einen Freizeitjob annimmt, um sich den großen Traum einer Musikanlage verwirklichen zu können und an seinem kleinen Hund die höchste Freude hat. So gar nicht zu der Vorstellung eines kleinen Jungen passt aber die Verantwortung, die er zu tragen hat. Wenn seine Mutter wieder mal tagelang das Bett nicht verlässt oder das Essen knapp wird, ist er es, der sich um sie und seinen kleinen Bruder Andy kümmert. Er wird in die Rolle eines Erwachsenen gezwängt, die ihn immer wieder aus seiner sorglosen Kindheit reißt und sein kindliches Verhalten mehr und mehr zu verdrängen scheint.

Durch die parallelen Erzählungen der Hauptfiguren wird das Buch sehr schnelllebig und niemals langweilig. Man hofft ständig auf Überschneidungspunkte, einen Moment, in dem Marys Erzählung die ihres Sohnes einholt und sie ineinander übergehen. Von diesem Moment erwartet man Erklärungen und etwas mehr Durchblick.

Während des ganzen Romans ist Jake aber der einzige, dessen Handlungen immer nachvollziehbar bleiben. Wo liegt die Ursache für Marys Traurigkeit? Was hat es mit Rachels Sohn und der Ähnlichkeit zwischen beiden Jungs auf sich?

So sehr man Jake ein Happy End wünscht, so sicher ist man sich doch während der ganzen Geschichte, dass eine Katastrophe unausweichlich sein wird. Die Idylle, die sich im Laufe der Geschichte unverhofft wieder über das Familienleben legt, wirkt brüchig und instabil, sogar ein wenig aufgesetzt. Ganz misstrauisch mag man sich nicht auf sie verlassen, es scheint nur wenig zu brauchen, um dieses zerbrechliche Glück wieder einstürzen zu lassen. Und so kommt es auch.

Die Autorin Isabel Ashdown lässt vieles nur angedeutet, einige Erklärungen bleiben dem Leser verwehrt. Man fühlt immer mehr mit Jake, hofft  auf ein versöhnliches Ende für ihn, wie er es verdient hätte, und will für die Katastrophe, die die Familie letztendlich ereilt, zumindest Erklärungen bekommen. Zwischen den Zeilen reimt man sich eine Geschichte zusammen, die von Mary und Jake unerzählt bleibt, da sie sie selbst nicht kennen und bestenfalls ahnen können. Obwohl sie sehr tiefen Einblick in ihre Leben und ihre Ängste gewähren, haben sie eines gemeinsam: die Unwissenheit darüber, was hinter ihrem Rücken irgendwann in der Vergangenheit geschehen sein muss. Vieles bleibt unausgesprochen in Isabel Ashdowns Geschichte, nur eines kann man immer fühlen: diese schwere Melancholie, die sich durch die ganze Erzählung zieht und die Familie belastet.

Wie ein Sog hat mich die Geschichte in sich hineingezogen und dieses düstere Gefühl, vielleicht auch eine Vorahnung, wollte mich während des Lesens nicht verlassen. Dabei wünscht man sich so sehr, dass sie sich vielleicht als falsch herausstellen könnte.

Während des Lesens hat mich zumindest die Stimmung im Buch sehr an „Die Selbstmord-Schwestern“ von Jeffrey Eugenides erinnert. Auch wenn die Handlungen einander nicht gleichen, so sind beide unwahrscheinlich traurige Familiengeschichten, in denen ein Happy End dem Leser schon sehr bald unmöglich scheint.

Ich habe das Buch sehr gern gelesen und mich erstaunlich stark von der Geschichte von Mary und Jake berühren lassen. Der Hauch von Enttäuschung, der sich nach dem letzten Umblättern eingeschlichen hat, hat also nichts mit Isabel Ashdowns Geschichte zu tun, sondern mit einem Gefühl von Ungerechtigkeit, die insbesondere Jake in dem Roman widerfahren ist.

Liebe Constanze, vielen Dank!

Ich habe vom sauren Zucker probiert. Saurer Zucker ist etwas, das ich nicht brauche und nicht haben will. Daher werde ich diese Blog-Kategorie so nennen: Saurer Zucker.

Bisher habe ich Euch noch nie sauren Zucker in den Lese-Tee gegeben. Denn mein Blog feiert ja schließlich bald den ersten Geburtstag und da kann man die ganze Blog-Idee ein wenig überdenken – zu was heute auch LeseLustFrust aufruft.

Ich möchte über die Bücher schreiben, die mir nicht gefallen haben. Nantik hat ihren Bücherfriedhof. Wie toll fände ich es, wenn diese Idee von mir stammen würde. Andererseits möchte ich diese Bücher gar nicht begraben, weil es bestimmt genug Leser gibt, die meinen Geschmack nicht teilen und den ein oder anderen sauren Zucker doch toll finden. Und das ist auch gut so!

Natürlich freue ich mich über Euer Feedback, ob Ihr überhaupt davon lesen wollt, welche Bücher mir nicht gefallen haben.

Ich habe heute also ein Buch abgebrochen…
Die Entscheidung, ein Buch doch nicht zu lesen, das ich bereits angefangen habe, fällt mir fast immer schwer (manchmal ist es dafür ziemlich leicht!). Inzwischen ist es mir allerdings unmöglich, jedes Buch zu lesen, das ich mal in den Händen gehalten habe. Denn ich habe viele Bücher, es erscheinen immer neue, die Backlist ist enorm und als Buchhändlerin bekomme ich immer neuen Input.

Jetzt aber zum besagten Buch, kurz und – hoffentlich – schmerzlos.
Richard Russo hat im Jahr 2002 den Pulitzer Preis erhalten. Nun, 8 Jahre später, folgt im DuMont Verlag sein neues Buch “Diese alte Sehnsucht”. Das Buch ist flüssig geschrieben. Man ist schnell in der Geschichte drin, aber das ist kein Wunder, denn es passiert nicht viel. Und dabei bin ich schon auf Seite 50 angekommen. Jack Griffin denkt über sein Leben nach, über seine Eltern, seine Ehe, er denkt und denkt, ach und eigentlich will er noch die Asche seines Vaters verstreuen, und er telefoniert mit Mutter und Frau, und denkt nach, und… Alles plätschert vor sich hin und hinterlässt – genau, nichts. Wenn man Zeit hat und keine anderen Bücher zu lesen, ist “Diese alte Sehnsucht” bestimmt ein netter Zeitvertreib. Wer aber was besseres zu tun hat, soll sich wirklich überlegen, ob er die Zeit in das Buch investieren möchte.


Wer nach gutem Lesestoff sucht, darf gerne bei meinem “Vom Atmen unter Wasser”-Gewinnspiel mitmachen!

“Ehrenwort” von Ingrid Noll
Diogenes Verlag
ISBN: 978-3257067606

Bücher von Ingrid Noll sind spannend und lesenswert und die in Shanghai geborene Autorin selbst ungemein sympathisch. Ich habe sie live auf einer Lesung zu “Kuckuckskind” erlebt, die in der Buchhandlung stattfand, in der ich damals arbeitete. Nachdem alle Besucher gegangen waren, unterhielt sich Frau Noll, die schon müde und hungrig war, noch mit uns Buchhändlern und signierte unsere Bücher.
Mit Freude lese ich ihre schrägen Krimis. Wenn da Menschen sterben und die Schuldigen straffrei davon kommen, ist das nie furchtbar schlimm, denn die Toten sind in der Regel selbst Verbrecher oder zumindest äußerst unsympathische Menschen. Jeder bekommt, was er verdient! Auch mit “Ehrenwort” beweist Ingrid Noll, dass ihre schriftstellerische Leistung von konstant guter Qualität ist und ihre Bücher Unterhaltung auf hohem Niveau bieten.

Student Max Knobel lebt mit seinen Eltern und dem betagten Großvater Willy nicht ganz freiwillig unter einem Dach. Opa Willy ist in seinem Haus gestürzt und kann sich nicht mehr selbst versorgen. Sein Sohn Harald, mit dem er eigentlich keinen guten Kontakt pflegt, ist nur auf das Erbe aus und will es nicht für ein Altenheim ausgeben. Also nimmt er Willy bei sich auf. Max Mutter, die Buchhändlerin Petra, die ihre eigenen kleinen Geheimnisse hat, merkt schon bald, dass das Leben der drei Generationen unter einem Dach nicht so einfach ist, wie sie sich das wünschen würde, und schmiedet sogleich gefährliche Pläne. Aber auch ihr Ehemann Harald beweist seine kriminelle Energie. Und dann sind da noch die Pflegerinnen des alten Willy, die mit einem eigenen Schlüssel sowohl im Haus als auch im Leben der Familie Knobel ein und aus gehen. Sie spielen in der bitterbösen Kriminalkomödie dementsprechend auch eine wichtige Rolle.

Ich finde es erstaunlich, wie Noll es schafft, immer mit dem Geist der Zeit zu gehen. Ihre Romane verlieren nie an Aktualität. Im Gegenteil, sie werden immer aktueller, weil Noll die gegenwärtigen Probleme aufgreift und gekonnt in spannende Geschichten packt.

Hast du kurz Zeit? Darf ich dir schnell was erzählen?
Stell dir vor…

Plötzlich hältst du in deinen Händen ein Buch, das dich von der ersten Seite an gefangen nimmt und du kannst nicht aufhören zu lesen. Kennst du das Gefühl? Wenn nicht, solltest du unbedingt “Vom Atmen unter Wasser” lesen. Das Buch, das zuerst ein Drehbuch war und verfilmt wurde, erlebt jetzt seine Veröffentlichung, um dich in seinen Bann zu ziehen und nicht mehr loszulassen, bis du den letzten Satz gelesen hat. Aber selbst dann geistert es in deinem Kopf herum, denn du möchtest verstehen, fühlst mit der Familie, die in Freiburg lebt, mit und fragst dich, warum das Leben so ungerecht und böse ist…

Wie kann man unter Wasser atmen, fragst du dich? Tja, das Unmögliche will auch die Familie Bergmann versuchen. Ein Jahr nach dem Tod der sechzehnjährigen Sarah, ist alles fast noch schlimmer geworden als nach dem Tod. Anna, ihr Mann Jo und Sohn Simon sind zurück geblieben und kämpfen sich durch den Alltag, was schier unmöglich scheint, weil sie den Verlust nicht verkraften haben. Jeder in der Familie versucht auf seine eigene Weise mit Sarahs Tod umzugehen, was auf keinen Fall einfach ist. Schaffen sie das?

Mehr möchtest du jetzt von diesem Buch nicht wissen, sonst fühlst du, dass ich zu viel verrate, oder? Du möchtest aber bestimmt zum Buch greifen und dich selbst überzeugen, dass Lisa-Marie Dickreiter ein Buch geschrieben hat, das einen lange nicht los lässt.
Du hast das Buch noch nicht? Ich habe noch ein Exemplar zu Hause und du könntest es haben.
Die Frage ist: Was würdest du dafür tun? Was würdest du mir zum Tausch anbieten? Alles ist möglich außer Geld.
Sei kreativ! E-Mail oder Kommentar mit deinem Vorschlag genügt. Bis zum 29. August. Am 30. August würde sich das Buch auf den Weg zu dir machen…

“Vom Atmen unter Wasser” von Lisa-Marie Dickreiter
Bloomsbury Verlag
ISBN: 978-3-8270-0945-6

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